Mittwoch, 16.09.20

BUND Naturschutzzentrum Westlicher Hegau

Apfelsaft mit mobilem Pasteurisiergerät haltbar machen

Die Obstsaison und die Apfelernte beginnt. Passend dazu bietet das BUND-Naturschutzzentrum in Gottmadingen wieder zwei mobile Pasteurisiergeräte an, um eigenen Apfelsaft haltbar zu machen. „In der Hochsaison sind die Geräte gut ausgelastet, man sollte rechtzei-tig das Pasteurisiergerät reservieren“, erklärt Joachim Geyer für die Erika und Walter Männel Stiftung, die die Geräte betreibt. Mit Hilfe des Geräts kann man in einer Stunde auf komfortable Weise etwa 80 bis 100 Liter Saft pasteurisieren. Das Gerät passt in jeden Kof-ferraum und kann bequem von zwei Personen getragen werden.
 
Passend dazu wird das sogenannte Bag in Box System angeboten. Dabei handelt es sich um sterile Plastikbeutel mit 5 oder 10 Liter Fassungsvermögen, in die jeder Nutzer den pasteurisierten Saft ab-füllen kann, ohne Fässer anschaffen zu müssen. Jeder Beutel ver-fügt über einen Zapfhahn zum ausschenken und in vorgefertigten Kartonboxen kann der Saft gut und praktisch verpackt aufgestellt werden.
Erneut bieteten Mitarbeiter des in Zusammenarbeit mit der Mosterei Beuren am Ried am Samstag den 26.09 und 10.10.2020. mit 2 Ge-räten ab ca. 8:00 Uhr auch die Möglichkeit seinen Saft bequem auch direkt in der Mosterei gemeinsam mit den BUND-Mitarbeitern zu pasteurisieren. Die Anmeldung hierfür erfolgt wie für die Moster-eitermine selbst bei Helmut Müller abends zwischen 18.00-20.00 Uhr Telefon 07736-373

Bestellungen, weitere Informationen und Terminvereinbarungen zur Ausleihung des Pasteurisiergeräts sind über das BUND-Naturschutzzentrum Westlicher Hegau, Erwin Dietrich Straße 3 in Gottmadingen, Tel. 07731-977103,
freiwillige.nsz.hegau@bund.net möglich. Für die Hauptsaison emp-fiehlt sich eine frühzeitige Reservierung. Unter www.bund-hegau.de in der Rubrik Pasteurisiergerät gibt es weitere Informationen und vor allem auch einen Onlinekalender, aus dem man sehen kann, wann die Geräte noch frei sind. Für BUND Mitglieder gewährt das Naturschutzzentrum 10% Rabatt auf den Mietpreis für das Gerät.

„Es hat in den Dörfern des Hegaus eine lange Tradition, dass man in der örtlichen Mosterei sein eigenes Obst pressen lässt und diese Tradition wollen wir erhalten,“ erläutert Eberhard Koch den Grund-gedanken der gesamten Aktion. „Most ist nicht mehr so gefragt wie früher, aber Apfelsaft aus den Streuobstwiesen ist ein unübertroffe-nes Qualitätsprodukt, das gerade auch in jungen Familien mit Kin-dern sehr geschätzt wird.“ Ihnen möchte der BUND eine preisgüns-tige und einfache Alternative aufzeigen, wie sie so wie früher durch Selbermachen einen Vorrat für den Winter anlegen können.
Die Streuobstwiesen mit ihrer hohen Bedeutung für die Tierwelt kann man langfristig nur erhalten, wenn auch ihr Ertrag genutzt wird. Aber wer hat dafür heute noch Zeit? Beim BUND macht man sich deswegen Gedanken, wie die Verwertung des Obstes mit mög-lichst geringem Aufwand bewerkstelligt werden kann. „Und da spielt das Haltbarmachen eine ziemliche Rolle,“ meint Eberhard Koch. „Deswegen wollen wir hier helfen.“
„Das ist doch auch spannend für die Kinder,“ ergänzt Joachim Geyer vom der Erika und Walter Männel Stiftung, “zusammen Obst aufle-sen, in der Mosterei beim Pressen zuschauen, den frischen Saft probieren und dann den Keller damit füllen. Wo können Kinder denn noch so schön mitkriegen, wie unsere Lebensmittel hergestellt wer-den?“
 Fabian Balzer (Bundesfreiwilligendienst ) und Hannah Stocker (Freiwilliges ökologisches Jahr) mit dem Pasteurisiergerät und dem Bag in Box System zum bequemen Abfüllen des Apfelsafts. Auch Flaschen lassen sich mit diesem Gerät füllen.
 
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