Hilzingen

Hilzingen Ortsmitte

Die Ursprünge der Ortschaft liegen weit zurück: Funde weisen auf eine Besiedelung der Alemannen hin. Als geschichtlicher Beweis für das Alter einer Siedlung ist die erste urkundliche Erwähnung von besonderer Bedeutung; für Hilzingen gibt es eine solche aus dem Jahr 1005 anlässlich der Klosterverlegung vom Hohentwiel nach Stein am Rhein.

Hilzingen wurde um 1660 mit Dietlishofen, Katzental, Riedern, Staufen und der Ruine Gebsenstein von Österreich als Mannlehen an das Kloster Petershausen überlassen, wobei sich Österreich aber die Landeshoheit vorbehielt. Die Gemeinde Hilzingen wurde durch den in Hilzingen wohnenden Obervogt des Klosters Petershausen verwaltet.

Nach 1660 ging Hilzingen und einige umliegende Siedlungen als Mannlehen von Österreich an das Kloster Petershausen über, wobei sich Österreich die Landeshoheit vorbehielt. Dieser Herrschaft haben wir die Katholische Pfarrkirche "St. Peter und Paul" vom Barockbaumeister Peter Thumb zu verdanken. Das Schloss und heutige Rathaus ließ der Schaffhauser Patrizer und Handelsmann Alexander Ziegler bauen.

Durch den Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 fiel das Reichsstift Petershausen an Baden. Auch nach der Besitznahme des Petershaus’schen Territoriums durch das Kurfürstentum Baden blieb die Gemeinde Hilzingen dem Obervogteiamt (seit 1811: Amt) Hilzingen unterstellt. 1813 wurde die Gemeinde dem Amt Blumenfeld zugeteilt. Nach der Aufhebung des Amts Blumenfeld (1857) befand dich der Amtssitz in Engen. Seit der Auflösung des Amts Engen zählt Hilzingen zum Amtbezirk bzw. Landkreis Konstanz. Auf 1. Oktober 1924 ist die Gemarkung Staufen mit der Gemeinde Hilzingen zu einer Gemeinde vereinigt worden.

Geschichte des Gemeindewappens

1605 fertigt Bernhard Springauf, der Zeit Nellenburgischer Vogt zu Hilzingen, der Katharina Schneider von Hilzingen eine Urkunde über ihre ehrliche Geburt aus und lässt diese durch Hans von Schellenberg besiegeln.

In den Erläuterungen zur „Offnung des Dorfs Hilzingen“ aus dem 16. Jahrhundert ist bei Punkt 57 verordnet, dass Grundstücksgeschäfte vor dem Gericht gefertigt und mit dem Siegel des Gerichtsherrn versehen werden sollen. 1696 werden in einem Vergleich zwischen Maria Magdalena Felß in Konstanz und der Gemeinde Hilzingen als Gemeindebevollmächtigte Bürgermeister und Richter erwähnt.

Der Huldigung von 1811 ist ein Oblatensiegel mit der Umschrift Gemeinde Hilzingen beigefügt. Es zeigt ein dreiblättriges Kleeblatt, das aus einem Blumenbeet herauswächst, und entspricht in Ausführung und Stil genau dem Siegel von Riedheim. Vermutlich sind beide Siegel noch zur Zeit der klösterlichen Verwaltung, wohl kurz vor 1800, beschafft worden. Das Kleeblatt erscheint im 19. Jahrhundert in leicht veränderter in den Farbstempeln der Gemeinde. Ein um die Mitte des 19. Jahrhunderts verwendeter ovaler Farbstempel zeigt lediglich die Inschrift Bürgermeisteramt Hilzingen.

Im November 1902 schlug das Generallandesarchiv vor, den in der Heraldik allgemein üblichen Dreiberg statt des Blumenbeets zu verwenden. Diesem Vorschlag und der Festlegung der Farben hat der Gemeinderat im Dezember 1902 zugestimmt. Durch Erlass des Innenministeriums Baden-Württemberg vom 25. Juni 1962 Nr. IVa 31/51 Hilzingen/i ist der Gemeinde das Recht zur Führung einer Flagge in den Farben „Grün-Weiß“ verliehen worden. Das heutige wappen zeigt in Silber auf rotem Dreiberg ein grünes Kleeblatt.

Gemeindegebietsreform

In der heutigen Form als Gemeinde mit Hilzingen als Kerngemeinde und den dazugehörigen Ortschaften Duchtlingen, Schlatt am Randen, Weiterdingen, Binningen und Riedheim besteht der Zusammenschluss bereits seit 1974.

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