Geschichte und Sehenswertes

Es wird allgemein vertreten, dass Hannibal mit dem karthagischen Heer hier entlang gekommen war.

Sicher ist jedenfalls, dass dieses Gebiet in der Antike vom tyrrhenischen Hang der Adriaebene von Ligurern, Etruskern und Römern überquert wurde, die sich hier zum Teil auch niederließen. Im Jahr 553 n. Chr. war der Apennin zum ersten Mal Teil der byzantinischen Verwaltung von Ravenna, wovon die Widmung für den Heiligen Marnante die Cesarea in der Pfarrei von Lizzano ein klares Zeugnis ablegt.

Im Anschluss an eine langobardische Schenkung, wurde in den nachfolgenden Jahrhunderten in abwechselnden Ereignissen, das Territorium von Lizzano verbunden und von der benediktinischen Abtei von Nonantola regiert. Im Mittelalter wurde das Gebiet mit einem dichten Straßennetz ausgebaut, die Bologna und Modena mit den wichtigsten toskanischen Handelsstädten verband. Ungefähr im 12. Jahrhundert ging Lizzano unter den Einfluss Bolognas über und verschanzte sich zur Verteidigung der eigenen Grenzen, mit Hilfe der Konstruktion einer Burg auf dem Gipfel des Belvedere. Im 13. Jahrhundert war das Gebiet in 5 autonome Gemeinde aufgeteilt: Belvedere, Gabba, Lizzano, Monte Acuto delle Alpi und Rocca Corneta. Nach der Vereinigung Italiens entstand die aktuelle Gemeinde, die den Namen Lizzano in Belvedere erhielt.

Historische Zeugnisse sind die übrig gebliebenen Bauten, wie z.B. der antike vorromanische kleine Tempel, der während der byzantinischen Herrschaft zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert errichtet wurde und an die runden Merkmale der damaligen Hauptstraße Ravenna erinnert. Neben dem Tempel, dem wohl ältesten Gebäude im Kreis Bologna, befand sich die dem Heiligen Marnante gewidmete antike hüttenförmige Pfarre, die auf rechteckigem Grundriss erbaut worden ist und von der es heute keine Spur mehr gibt. Auf Grund seines äußerst schlechten Zustands, wurde das Gebäude im Jahr 1931 vollkommen neu erbaut.

Bei der Besichtigung des Zentrums von Lizzano empfehlen wir das Haus Gasperini - ein interessantes Beispiel für die Architektur des 17. Jahrhunderts - mit einem kleinen Turm in der Mitte des Baus. Die übrigen Bauten sind zwar modern, deshalb jedoch nicht weniger sehenswert. Die Straßen, Plätze, die öffentlichen Gebäude und Dienstleistungen sind ein klares Zeichen für das reichhaltige soziale Leben dieser Stadt, das dem Besucher den Aufenthalt besonders angenehm macht. Die Restaurants, Bars, Cafeterias und Hotels vervollständigen dieses winzige aber angenehme Stadtbild.

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